Georg IV. (1762-1830) König von Hannover und Großbritannien

Ölgemälde nach Sir Thomas Lawrence, um 1820. Historisches Museum, Hannover ©

Georg IV. (1762-1830) König von Hannover und Großbritannien. Als Prince of Wales und auch als König war Georg politisch wenig interessiert. Seine Interessen lagen in der Kunst und Mode. Mätressen und vor allem die Bauten Carlton House in London und Brighton Pavillon verursachten hohe Schulden, die aber von seinem Vater getilgt wurden. Als sein Vater König Georg III. 1788-89 kurz und 1811 endgültig erkrankte, übernahm Georg als Prinzregent die Regierung. Die Ehe mit seiner direkten Cousine Karoline von Braunschweig war unglücklich und mit Skandalen behaftet. Die einzige Tochter Charlotte (geb. 1795) starb bereits ein Jahr nach ihrer Hochzeit mit Leopold von Sachsen-Coburg 1817 bei der Geburt einer Tochter, die ebenfalls nicht überlebte. Nach Georgs Krönung 1820 ließ das Oberhaus keine Scheidung mehr zu. Der einzige Aufenthalt Georg IV. in Hannover war sein dreiwöchiger Besuch 1821. Noch als Prinzregent ernannte Georg seinen jüngsten Bruder, Adolph Friedrich, 1816 zum Generalgouverneur von Hannover. Bereits im Jahre 1819 erließ der Prinzregent und zukünftige König Georg IV. eine landständische, den Adel privilegierende Verfassung in Hannover. Sein nach ihm benannter Kunststil "Regency" in England, wirkte sich im biedermeierlichen Hannover aber nicht wirklich aus. Nach Georgs Tod 1830 folgte ihm sein Bruder Wilhelm auf den Thron in Hannover und Großbritannien.

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Lit.: vgl.  Die Dynastie aus Deutschland. Philip Königs, Hannover 1998 ©

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